Der Mehlwurm
Die Larve des Mehlwurmkäfers, der Mehlwurm, ist ein guter Köder auf Rotaugen und Döbel. Mehlwürmer kann man in Zoohandlungen kaufen, aber auch recht einfach und viel preiswerter zu Hause selber züchten.
Der Mehlwurm ist ein guter, wenn auch etwas ungewöhnlicher Köder auf Rotaugen, Döbel und sogar Brassen. Eigentlich handelt es sich gar nicht um einen Wurm, sondern um die Larve des Mehlwurmkäfers; er ist etwas größer als eine Made.
Der ausgewachsene Käfer ist nicht gerade beliebt, richtet er doch großen
Schaden an Getreide und Mehl in Kornspeichern und Mühlen an. Der Mehlwurm hingegen ist
ein gutes Futter für zahlreiche Vögel, die Insekten fressen. Er ist in vielen
Zoohandlungen erhältlich, aller dings nicht gerade billig. Ein kleiner Trost bei dem
hohen Preis ist, daß man Mehlwürmer lange aufbewahren kann.
Mehlwürmer bewahrt man in einem gut belüfteten Behälter auf und gibt ihnen etwas
saubere Kleie, Zeitungspapier oder Rafermehl zu fressen. Die Temperatur sollte
gleichbleibend sein
Aufbewahrung der Mehlwürmer
Manche Angler bewahren Mehlwürmer so lange auf, bis sie sich verpuppen
und in ausgewachsene Käfer verwandeln. So hat man einen unerschöpflichen Ködervorrat,
da sich alle Entwicklungsstufen des Mehlwurms bzw. Mehlwurmkäfers als Köder eignen.
Zum Angeln nimmt man die Mehlwürmer in einer Madendose mit kleinen Luftlöchern mit.
Mehiwürmer haben eine verhältnismäßig zähe Haut, doch brechen sie beim Auswerfen am Schwanzende leicht auseinander. Folglich sollten Mehiwürmer immer durch eines der Mittelsegmente gehakt werden, denn dort sind sie bedeutend zäher.
Zum Angeln eignen sich Haken der Größen 16 bis 14. Man sticht den Haken mitten durch das Mittelteil hindurch und läßt die Hakenspitze frei. Man kann auch gleich zwei oder drei Mehlwürmer gleichzeitig anködem. Wiederholtes Auswerfen übersteht die Larve nicht. Dazu ist sie zu zerbrechlich.
Der richtige Einsatz
Mehlwürmer lassen sich mit der abtreibenden Pose, der Tippangel und der Bodenbleiangel
einsetzen. Sie sind ein besonders guter Köder, um den Fischen Abwechslung zu bieten.
Große Rotaugen beispielsweise werden der Maden rasch überdrüssig, nehmen aber
Mehlwürmer ohne Argwohn an. Besonders zum Fischen mit der abtreibenden Pose sind
Mehlwürmer gut geeignet, und sie lassen sich auch problemlos an heißen Sommertagen
einsetzen, wenn Maden bereits verenden. Auf Döbel ist das Tippangeln eine gute Methode.
Dazu versteckt man sich hinter einem Busch - sind doch Döbel bekanntlich die scheuesten
Fische - und läßt die Mehlwürmer auf das Wasser auftippen.
Zeigt das Fischen auf oder dicht unter der Oberfläche keinen Erfolg, läßt man den Köder absinken und eine Weile am Grund liegen. Dann holt man ihn behutsam wieder ein.
Mehlwürmer sind ein guter Köder zum kurzzeitigen Angeln mit der Bodenbleiangel, weil sie eine sehr helle Farbe haben und auch in trübem Wasser kaum zu übersehen sind.
Puppe und Käfer
Mit den etwas größeren und noch auffälligeren Puppen des Mehlwurmkäfers angelt man
ungefähr wie mit Caster.
Die ausgewachsenen Käfer bietet man an Haken der Größe 14 bis 10 an. Entweder spießt man den Käfer auf den Haken, oder aber man klebt das Insekt mit Leim am Haken fest.